Anleger konnten sich jahrelang über eine gute Wertentwicklung der Schweizer Obligationen freuen. Die Kupons sind zwar laufend kleiner geworden, dafür sind die Preise der «alten» Obligationen, welche man im Depot hielt oder hält, gestiegen.

Seit 2015 verharrt das Renditeniveau der Obligationen in Schweizer Franken bei tiefen 0% – 0.5% (gemäss Swiss Bond Index, welcher die in der Schweiz kotierten CHF-Obligationen enthält). Anfang 2019 waren es gerade noch 0.25%.

Warum sollte man also bei diesen mageren Renditen überhaupt noch Obligationen kaufen?

Eine berechtigte Frage! In der Regel tätigt man eine Investition, um damit Geld zu verdienen. Aber: man kann auch Investitionen tätigen, bei denen nicht die Performance, sondern der Schutzcharakter im Vordergrund steht.

Als im Mai die Risikoaversion der Anleger stieg und die Aktienmärkte korrigierten, flüchteten Anleger in solide Schweizer Franken Obligationen. Der Wert dieser Obligationen stieg in nur einem Monat um 1.3%. Somit haben sie ihre Schutzfunktion erfüllt.

Sollte sich das globale, wirtschaftliche Umfeld erholen, muss mit steigenden Renditen an den Obligationenmärkten und mit sinkenden Kursen gerechnet werden. In dem Fall sollten jedoch die Aktien wieder eine gute Entwicklung aufweisen und die Schutzfunktion der Obligationen in den Hintergrund treten.

Somit können auch scheinbar unattraktive Anlageklassen in bestimmten Phasen eine wichtige Funktion im Portfolio erfüllen.

Aber aufgepasst! Aufgrund des sehr tiefen Renditeniveaus können teure Obligationen-Fonds einen Strich durch die Rechnung machen. Achten Sie deshalb auf eine clevere Umsetzung.

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